Für das gesamte Einigungsverfahren wird zwischen den Parteien und dem Einigungsrichter Vertraulichkeit vereinbart. Das heißt, dass sich alle beteiligten Personen verpflichten, keine verfahrensfremden Personen über den Ablauf und den Inhalt des Verfahrens zu informieren. Das Besprochene darf auch nicht in anderen Gerichtsverfahren verwertet werden, andernfalls sind Schadenersatzforderungen möglich.

Der Einigungsrichter unterliegt auch in dieser Funktion der Amtsverschwiegenheit. Die Parteien vereinbaren vor dem Verfahren, auf eine allfällige Zeugeneinvernahme des Einigungsrichter zu verzichten. Halten sich die Parteien an diese Vereinbarung nicht, wird die Vereinbarung dem Präsidenten des jeweiligen Oberlandesgerichtes zusammen mit der Gerichtsladung und dem Ersuchen vorgelegt, den Einigungsrichter von der Verschwiegenheitspflicht nicht zu entbinden.

Im Einigungsverfahren kann der Einigungsrichter Hilfspersonen oder Auszubildende beiziehen, die ebenfalls der Verschwiegenheit unterliegen.

Dritte Persönen können mit Einverständnis der Beteiligten beigezogen werden, wobei dies von der Unterfertigung einer Vertraulichkeitsverpflichtung abhängig gemacht werden kann.